Die Zehn-Cent-Falle

Die Uhr am Rathausturm hatte gerade  die vierte Nachmittagsstunde geschlagen. Auch meine Armbanduhr zeigte bereits nach vier Uhr an, ebenso  die Uhr des Handys. Also kramte ich einen Euro aus dem Portemonnaie, um für die letzte gebührenpflichtige Parkstunde des Tages das Geld in den Parkscheinautomaten  Markt/Leipziger Straße in Weißenfels zu werfen – in Erwartung von 40 Cent Rückgeld, weil ja die knappe Stunde 60 Cent kostet. Doch der Automat rückte nur 30 Cent heraus, um mich bis 17 Uhr ungeschoren parken zu lassen. Seine innere Uhr war offenbar noch auf vor 16 Uhr geeicht.  Ein wenig fühlte ich mich schon betrogen, auch wenn es nur zehn Cent waren.
Aber damit schließt man ja schnell Frieden. Ich betrachte es als Spende an die Stadt und möchte, dass sie für die Kinderbetreuung eingesetzt wird. Nicht die zehn  Cent alleine, sondern alle, die auf diese Weise im Laufe des Jahres  ungerechtfertigt anfallen. Auf  Spendenquittungen verzichten wir Parkscheinautomatenspender.

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